Jordanien von A - Z
Anreise
Täglich Frankfurt-Amman, 2x wöchentlich (MI/SA) München-Amman (Dauer Direktflug 4,5 Std.). Flugverbindungen zwischen Aqaba und Amman, Flugdauer 45 Minuten. Der Queen Alia International Airport Amman liegt 32 km von Amman entfernt.
Einreisebestimmungen
Zur Einreise nach Jordanien benötigen EU- und Schweizer Staatsangehörige einen
mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass sowie ein Visum. Das Visum kann
entweder bei der Botschaft des Haschemitischen Königreiches Jordanien in Berlin vor
Reiseantritt beantragt oder direkt bei der Ankunft am Queen Alia-Flugafen in Amman
ausgestellt werden (Preis 10 JD). Das Visum ist vier Wochen gültig und kann in Polizeistationen in Jordanien verlängert werden.
Essen
Die jordanische Küche ist typisch arabisch (Levante): Fleischgerichte sind meist aus Lamm
und Hühnchen. Sehr zu empfehlen ist Mezzeh, eine große Auswahl verschiedener zumeist
kalter Vorspeisen, viele davon vegetarisch, wie z.B. Hoummus (Kichererbsenpüree),
Tabuleh (Petersiliensalat) oder Moutabbal (Auberginenmuß). Das jordanische
Nationalgericht heißt Mansaf und besteht aus Lammfleisch, Joghurtsoße und Reis. Der
jordanische Anisschnaps heißt Arrak. Amstel Bier wird vor Ort in Jordanien gebraut. Es gibt
auch jordanische Weine, z.B. Mount Nebo. Sehr schmackhaft sind einheimische Oliven,
Zitrusfrüchte, Bananen, Melonen und das frische Gemüse.
Feiertage
Banken, Geschäfte, Ämter und viele Läden sind an gesetzlichen Feiertagen ganztägig
geschlossen. Freitag ist offizieller Ruhetag in Jordanien sowie Samstag. Feiertage mit
festem Datum sind:
1. Januar Neujahr
30. Januar König Abdullahs Geburtstag
22. März Tag der Arabischen Liga
1. Mai Tag der Arbeit
25. Mai König Abdullahs Thronbesteigung
10. Juni Tag der Arabischen Renaissance
14. November König Husseins Geburtstag
25. Dezember Weihnachtstag
Die Termine anderer gesetzlicher Feiertage variieren von Jahr zu Jahr, denn die meisten
sind vom islamischen Mondkalender abhängig.
Impfungen
Für Jordanien sind keine Impfungen vorgeschrieben. Grundsätzlich sollten alle Personen,
auch in Europa, gegen Tetanus, Polio, Diphterie geimpft sein. Diejenigen, die ganz sicher
gehen wollen, können außerdem eine Impfung gegen Hepatitis A erwägen. Lediglich
Abenteuer-, Langzeit und Rucksackreisenden wird empfohlen, sich außerdem gegen
Hepatitis B, Typhus und Tollwut impfen zu lassen. Sie sollten sich von einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt beraten lassen.
Infrastruktur
Jordanien verfügt über eine gute touristische Infrastruktur mit einem gut ausgebauten
Straßennetz sowie Hotels und Restaurants aller Kategorien. Führende internationale Hotelgruppen und Autovermieter sind in Jordanien vertreten.
Kleidung
Jordanien ist ein mehrheitlich muslimisches und traditionsbewusstes Land (doch die Freiheit
aller Religionen ist per Gesetz geschützt). Männer und Frauen kleiden sich eher konservativ.
Das heißt, schulter- oder rückenfreie Kleidung, kurze Röcke oder Shorts (gilt auch für
Männer) verstoßen gegen die einheimischen Sitten. Sonnenbaden oben ohne ist untersagt.
In Petra, Aqaba und in internationalen Hotels allgemein ist man mit westlichen Sitten besser
vertraut, weshalb hier sowie in den modernen Stadtvierteln von Amman (Shmisani, Abdoun)
ein weitgehend westlicher Kleidungsstil üblich ist.
Klima
In Jordanien herrscht trockenes Mittelmeerklima mit sonnigen, wolkenlosen Tagen und
kühleren Nächten. Die Durchschnittstemperaturen liegen in Amman von Mai bis Oktober bei
23° C, von November bis April bei 12° C. In Aqaba, am Toten Meer und im Jordantal
herrschen ganzjährig mildere Temperaturen, durchschnittlich 16-22° C. Die Sommer
(Juli/August) sind heiß und trocken, abends aber kühler. Von November bis März kann es
regnen, aufgrund der Höhenlage in Amman im Winter auch schneien. (Ausnahme Aqaba und die Wüste).
Natur
Baumbestand: Olivenbäume, Zypressen, Pinien, Kiefern, Steineichen. Gesteinsarten: schwarzer Basalt im Norden (Irbid/Um Qais), im Süden bei Petra Sandstein in Farbschattierungen von Weiß über Gelb, Orange und Rot bis Grau, im Wadi Rum
vielfarbiger Sandstein und um Aqaba Granit. Es gibt derzeit sechs Naturschutzgebiete.
Öffnungszeiten
Es gibt keine offiziellen Ladenschlusszeiten; meistens sind die Läden vom 8.00 bis 19.30
Uhr geöffnet. Mit Ausnahme des Suq (Markt) und einer Vielzahl von Lebensmittelgeschäften
sind viele freitags geschlossen. Die Ladenbesitzer entscheiden individuell, ob und wann sie
freitags öffnen. Während des Ramadan schließen die Länden früher, bleiben dafür aber in
der Nacht geöffnet.
Ortszeit
Jordanien befindet sich in der Eastern Time Zone: MEZ + 1. Das heißt, in Jordanien ist es 1
Stunde später als in Mitteleuropa. Auch in Jordanien unterscheidet man Sommer- und
Winterzeit, jedoch kann das exakte Datum der Zeitumstellung von dem in Mitteleuropa
abweichen.
Ramadan
24. August bis 19. September 2009
11. August bis 08. September 2010
Reisezeiten
Kultur-, Wellness-, Tauch- sowie Biblische Reisen sind ganzjährig möglich. Die beste Zeit für
Aktivurlaub (Klettern, Trekking, Mountain-Biking) sind Frühling und Herbst. Wüstentourismus ist zwar ganzjährig möglich, aber ideal im Winter, da es im Sommer sehr heiß wird. Canyoning geht am besten von 1. April bis 31. Oktober.
Religion
Jordanien ist ein tolerantes Land. 93 % der jordanischen Bevölkerung sind Moslems, etwa
5 % sind Christen, davon die meisten griechisch-orthodox, aber auch römisch-katholisch.
Religionsfreiheit wird in der Verfassung garantiert, manche Städte werden auch heute
mehrheitlich von Christen bewohnt.
Souvenirs
Gold (24 Karat, Verkauf nach Gewicht, Ammans Goldmarkt befindet sich in der King Feisal
Street) und Silber, Bernstein, Kunsthandwerk wie Webarbeiten, Teppiche, Stickereien,
Beduinensilberschmuck, mundgeblasenes Hebron-Glas, Keramik, Messing, Sandflaschen
und Pflegeprodukte aus dem Toten Meer.
Sprache
Arabisch. Englisch ist als Zweitsprache weit verbreitet.
Stromversorgung
220 V/50 Hz, oft Adapterstecker mit zwei Rundstiften (wie in GB) erforderlich.
Telekommunikation
Mobile Telefone funktionieren überall über das jordanische Netz „Fastlink“.
Touristische Highlights
Petra, die rosarote Felsenstadt der Nabatäer. Jerash, eine der am besten erhaltenen
römischen Städte der Welt. Totes Meer, der tiefste Punkt der Erde. Rotes Meer, ein
Paradies für Taucher und Wassersportler. Wadi Rum, Sandwüste mit bizarren
Felsformationen. Außerdem hat Jordanien zahlreiche biblische Stätten (Bethanien,
Mosesquelle, Berg Nebo, Heiligtum des Lot, Aaron-Berg), heiße Quellen (Hammamet Main),
wunderbare Mosaike (Madaba), faszinierende Wüstenschlösser (Amra, Azraq) und
Kreuzritterburgen (Kerak, Shobak) sowie bemerkenswerte Naturschutzgebiete (Dana, Shaumari, Wadi Mujib) zu bieten.
Trinkgelder
Hotels und Restaurants schlagen 10% auf die Rechnung auf, dennoch ist ein kleines
Trinkgeld für den Kellner angemessen, in der Regel ½ bis 1 Dinar pro Dienstleistung wie Kofferträger und Zimmermädchen. In Taxis wird der Preis aufgerundet.
Währung
Die offizielle Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JD) => 1 J Jordanischer Dinar (JOD)
= 100 Piaster = 1000 Fils. Umrechnung: 1 JOD = ca. 1,1 EUR (Euro), 1 EUR = 0,90 JOD
Banken, Wechselstuben, Hotels wechseln Fremdwährung. An Automaten werden
Kreditkarten und EC-Karte akzeptiert, in vielen Hotels, Geschäften und Restaurants internationale Kreditkarten.
Wirtschaft
Die Landwirtschaft (vorwiegend im Norden und entlang des Jordantals) erzeugt Oliven,
Zitronen, Mandeln, Feigen, Aprikosen, Pfirsiche, Weizen, Tabak und Wein. Viehzucht
betreiben überwiegend Nomaden (Schafe, Ziegen, Kamele). An Bodenschätzen gibt es
Phosphat, Pott-Asche und Kupfer. Es gibt Nahrungsmittel-, Verbrauchsgüter und Pharmaindustrie (Kosmetik). Der Tourismus ist zweitwichtigster Industriezweig.
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