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Geschichte Jordaniens

Frühgeschichte
Die erste Siedllungstätigkeit beginnt in Jericho, am Westufer des Jordan, etwa 9000 v.Chr. Weitere Siedlungen der Jungsteinzeit wurden in El Beidha in der Nähe von Petra und in Ain Gazal bei Amman entdeckt. In der Bronzezeit (3200-1200 v.Chr.) wurden erste Städte im Ostjordanland errichtet.

Ammon, Moab und Edom (1200-332 v.Chr.)
In der Epoche der Eisenzeit fiel die Entstehung der Königreiche Ammon, Moab und Edom. Das Reich Ammon erstreckte sich im Norden des heutigen Jordaniens mit Schwerpunkt im Bereich des heutigen Amman, das Reich Moab schloß sich südlich bis zum Wadi al-Hasa an, die Edomiter herrschten zwischen dem Golf von Aqaba und Wadi al-Hasa. Voraussichtlich führte der Weg der Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten durch jordanisches Gebiet. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Israeliten und den Völkern Edoms, Moabs und Ammons. König David eroberte um 1000 v.Chr. die ammonitische Hauptstadt.
Assyrer, Babylonier und Perser haben die Oberhoheit über die Kleinstaaten.

petra - Petra Tombs 1Nabatäer (ab dem 5 Jh. v.Chr.)
Ab etwa dem 5 Jh. v.Chr. siedelten die Nabatäer beiderseits des Jordans. Sie stammten von der Arabischen Halbinsel und drangen immer weiter nach Norden und Westen vor. Die Hauptstadt der Nabatäer war die Wüstenstadt Petra. Im Jahr 106 n.Chr. wurde das Königreich unter Trajan zur römischen Provinz Arabia Petraea.

Griechen und Römer (332 v.Chr.-330 n.Chr.)
332 v.Chr. zog Alexander der Große in den Nahen Osten und brachte die griechische Kultur nach Jordanien. Schrittweise vertrieben die Römer die Griechen. 63/64 v.Chr. wurde das Ostjordanland unter Pompejus römisch. Es entstanden zahlreiche Festungen, die zum Schutz gegen die aus dem Osten kommenden arabischen Beduinen dienten.

Byzanz und das Christentum (330-636)
Unter Kaiser Konstantin breitete sich im 4 Jh. das Christentum aus. 395 teilte Kaiser Theodosius I. das Römische Reich in zwei Teile. Jordanien gehörte zu Ostrom, d.h. Byzanz. Diese Epoche ging bis zum Jahr 636, als die Araber das byzantinische Heer schlugen.

Islamisierung (ab dem 7 Jh.)
Im 7Jh. schuf Mohammed die Grundlagen einer neuen, monotheistischen Religion, den Islam. 636 schlugen die Araber in der Schlacht am Jarmuk das byzantinische Heer und Palästina fiel in islamischer Hand.

karak - Karak 11Die Kreuzfahrer (1096-1244)
Der fanatische Fatimiden-Kalif al-Hakim verfolgte andere Religionsgruppen. Im ersten Kreuzzug 1099 eroberten die Kreuzfahrer Jerusalem und drangen nach Osten über den Jordan. Die Kreuzfahrerburg Shawbak in der Nähe von Petra wurde gebaut und die Burg Kerak weiter ausgebaut. Ende des 12.Jh. sind die jordanischen Standorte der Kreuzfahrer verloren.

Mamluken (1250-1516) und Ostmanen (1516-1918)
Jordanien kam unter mamlukisch-ägyptische Herrschaft. Die Bedeutung Palästinas nahm ab.1516 nahmen die Osmanen das Ostjordanland ein. Jordanien wurde Durchzugsgebiet für islamische Pilger nach Mekka und Medina.

Der Weg in die Unabhängigkeit (1916-1953)
Während des Ersten Weltkrieges beginnt der Aufstand der Araber unter der Führung des Haschemiten Hussein gegen die Osmanen. Dabei wurden sie von den Engländern unterstützt. 1920 erhielt England das Mandat über Palästina und Jordanien. 1922 übergaben die Engländer Transjordanien dem Emir Abdullah als selbständiges Emirat unter britischerm Mandat. 1946 erlosch das britische Mandat und Transjordanien erhielt seine volle Unabhängigkeit. Abdullah I. nahm den Königstitel an.Am Ende des israelischen Unabhängigkeitskrieges wurde die Westbank Transjordanien zugeschlagen. 1949 wurde Transjordanien in Haschemitisches Königreich Jordanien umbenannt. Nach Ermordung des KönigsAbdullah I.1951 wurde sein Sohn Talal sein Nachfolger, der 1953 zugunsten seines Sohnes Hussein abdankte.

Im Sechstagekrieg 1967 verlor Jordanien die Westbank an Israel. Damit verlor Jordanien sein ökonomisches Zentrum und musste mit vielen Flüchtlingen fertig werden. 1970 („Schwarzer September“) zerschlug Hussein die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation). 1988 gab Jordanien endgültig alle Ansprüche an die Westbank zugunsten der PLO auf. 1991 nahm Jordanien im Golfkrieg Partei für den Irak. 1994 unterzeichnete König Hussein einen Friedensvertrag mit Israel. 1999 übernimmt sein Sohn als Abdullah II. seine Nachfolge.




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